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Mein Weg zur Leaderin meines Lebens.

Für eine sehr lange Zeit dachte ich, etwas an mir wäre falsch. Es schien als würde ich nirgendwo richtig hinein passen. Den einen war ich zu zurückhaltend und ein anderes mal zu laut, zu viel. Meine Schlussfolgerung, ich müsste mich verändern und verbessern, eben spirituell entwickeln. So kaufte ich mich in die Weltsicht der 'Selbstoptimierung' ein. Aber sowas von. Entweder wird dir etwas übergestülpt oder du wirst zurechtgestutzt. Jeder hat sich wahlweise den Regeln der Mittelmäßigkeit (Gesellschaft) oder der Hochstapler (Selbstoptimierer) unterzuordnen. Menschen die oft selbst abgeschnitten sind, von der Natur, der Erde, den Zyklen und ihren Körpern.

 

Nach einer langen Zeit in der spirituellen Selbstoptimierungsmaschinerie, hatte ich zwar einige kleine Fortschritte gemacht, aber dennoch fühlte ich mich immer noch als Versagerin. Mein Leben wurde nicht leichter, es wurde viel komplizierter und irgendwann wurde es offensichtlich. Versuchte ich jemand zu sein, der ich nicht war? Hatte ich es wirklich noch nicht drauf? Wieso fühlte ich mich immer noch nicht gut genug? Dachte ich tatsächlich, wenn ich mich an die Regeln derer hielt, die von sich behaupteten, den Weg zu kennen, würde ich endlich ankommen und ICH SELBST SEIN?

 

Für eine Weile war ich wie erstarrt, bis sich eine leise Stimme in mir Gehör verschaffte, 'Warum suchst du im Außen, was ich nur in deinem Inneren finden kannst?'. Bevor ich zur Leaderin meines Lebens werden konnte, musste ich eine Menge 'Zeugs' verlernen, ablegen, neu entdecken und mich wieder verbinden. Mit meinem Körper, meiner Natur, meinem Tempo, meinen Werten und meiner inneren Führung. Ich fand andere Frauen die ebenfalls auf ihrer Suche waren, mit ihnen konnte ich praktizieren, ausprobieren, mich halten lassen, experimentieren, wachsen. erblühen und zu meinen authentischen Frau Sein und meine weiblichen Führungsqualitäten finden.

 

Deine Kindheit und deine bisherigen Erfahrungen mögen vielleicht ganz anders sein oder sie sind meinen und meinem Weg sehr ähnlich. Das ist nicht wirklich wichtig. Entscheidend ist, das wir ihn gehen. Hier ein kleiner Einblick in meine Geschichte.

 

Schon als Kind haben mir meine Eltern gesagt, wie ich zu sein hatte. Sei brav! Sei lieb! Sei fleißig! Sei nicht so eine Heulsuse! Stell dich nicht so an! Du brauchst das nicht! Sei nicht so zickig! Sei nicht so laut! Frag nicht so viel! (Eine schier endlos lange Liste an Unzulänglichkeiten.) Freilich habe ich in der Pubertät dagegen rebelliert, aber nur das Gegenteil von dem zu tun, was die Umwelt von einem erwartet, dagegen zu Sein, ist nur eine andere Art von Zwang.

 

Als junge Frau wusste ich nichts über mich, weder was ich wollte, noch was ich mit meinem Leben anfangen konnte. Ich folgte einfach dem Lebensmodell das mir die Gesellschaft vorgab. Als mich mit 16 Jahren ein gut aussehender, etwas älterer Mann, mit seinem Cabriolet abholte und mich küssen wollte, dachte ich noch ich wäre meiner großen Liebe begegnet. Es war alles wie in einem Hollywoodfilm, warum sollte ich irgendetwas davon infrage stellen?

 

Weil ich mich gar nicht kannte, folgte ich dem Weg der vor mir lag und dachte die ganze Zeit, dass ich unverschämtes Glück hatte. Einen Mann finden mit 16 Jahren, Berufsausbildung absolvieren mit 19 Jahren, heiraten mit 20 Jahren, Haus bauen mit 25 Jahren, Kind bekommen mit 26 Jahren. Alles nach Plan mit Happy End. Und wenn sie nicht gestorben sind…

 

Doch die Wahrheit war, wie sollte ich denn herausfinden, welche Vorlieben ich wirklich hatte? Wie meine Pläne aussehen würden, wenn ich wirklich ich Selbst sein könnte? Während mich mein Umfeld immer nur so behandelte wie es für diese Menschen am angenehmsten war. Wie so viele, wurde ich in ein Umfeld der Mittelmäßigkeit  hineingeboren, doch irgendwie hat die Rebellin in mir überlebt und suchte nach dem Ausweg. Nicht nach einem vorgegebenen Drehbuch, wo du zu Beginn schon weißt wie das enden wird, sondern nach einem Drehbuch wie es das sinnliche, saftige und unvorhergesehene Leben schreibt.

 

Heute erkenne ich den immensen Wert darin, nicht einfach aufgegeben zu haben, mein wahres Selbst unter all den angelernten Masken und zugedachten Rollen wieder freizulegen.

 

In Wahrheit sind wir einzigartig und großartig, jeder Einzelne von uns. Wir sind diejenigen, auf die wir schon so lange warten, die die Veränderung selbst in Gang setzen müssen. Für uns selbst und für die gesamte, zukünftige Menschheit. Wir Frauen sind gerufen unsere Führungsqualitäten zu entdecken, befreien und erblühen zu lassen. Ja wir Frauen sind es, weil wir das Wissen einer tragfähigen Gesellschaft in uns tragen in unseren Knochen und in unseren Herzen. Unsere Ur- Ur- Ur- Ahninnen lebten es, bevor die kriegerischen Eroberer unser aller Leben in ein sinnentleertes Gegenteil verkehrt haben. All die Auswüchse des Patriarchats treten zutage, werden sichtbar. Wir existieren abgeschnitten von unserer Urkraft, von unseren Wurzeln in teilweise unerträglichen Scheinwelten.

 

Lasst uns das beenden, neue tragfähige Verbindungen herstellen, in uns, mit anderen und mit der Welt. 

 

Willst du ebenfalls aus deinem bequemen Versteck herauskommen und die wirkliche Freiheit schmecken? In der Beziehung zu dir Selbst und zu deinen Lieben? In allem was du bist und tust? Fühlst du dich gerufen? Bedenke bitte 'Du musst es nicht alleine tun' Wir sind Viele... Ich bin bereit an deiner Seite zugehen...

ICH GLAUBE DARAN, DAS FRAUEN DIE WEISHEIT IN IHREN KNOCHEN UND HERZEN TRAGEN. DIESES URALTE WISSEN WILL SICH IN JEDER FRAU VERKÖRPERN. DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH - DU BIST GERUFEN.

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